Krakau, 15. Mai 2005
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Pfingstfest

 

Meine lieben Pueri Cantores, wir haben einen Papst !

Am 19. April 2005 haben die zum Konklave versammelten Kardinäle unter Inspiration des Heiligen Geistes den neuen 265. Papst gewählt; es ist, wie wir wissen, KARDINAL JOSEPH RATZINGER AUS DEUTSCHLAND, DER DEN NAMEN BENEDIKT XVI. ANGENOMMEN HAT.

Es ist eine große Freude für die Kirche, dass sie wieder einen Vorsteher hat, einen Vertreter Christi auf Erden. Es ist eine große Freude, dass es der für seine Vorliebe für Liturgie und Musik bekannte Hirt der Kirche ist. Aus unseren Herzen fließe also das fröhliche "TE DEUM LAUDAMUS!"

Lasst uns mit den Worten beten, die der Papst am Tag seines Amtseinführung gesprochen hat: "Gott, Du hast den heiligen Petrus zum Vorsteher der Apostel bestimmt und auf ihn, den Fels, deine Kirche gegründet. Schau in Güte auf mich, deinen Diener. Du hast mich zum Nachfolger des hl. Petrus bestellt, gib, dass ich deinem Volk den Ursprung und die Grundlage der Einheit des Glaubens und der brüderlichen Gemeinschaft sichtbar mache: Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn" (Tagesgebet aus der Hl. Messe zur Amtseinführung von Papst Benedikt XVI.).

Benedikt XVI. ist für jeden von uns ein Wegweiser auf dem Weg des Glaubens und der Liebe. Die Gemeinschaft, welcher auch wir durch die Taufe angehören, ist eine Gemeinschaft der Liebe. Dieser Hirt der Kirche benötigt nun unsere Unterstützung. Die heutige Welt ist zerrissen durch Hass und Übel. Wir haben dieses erfahren, als wir die Tragödien in New York und in Madrid sahen. Es gibt so viel Unruhe. Diese Gemeinschaft ist notwendig aus Sorge um Frieden in der Welt und in uns.

Der Papst hat uns in Erinnerung gerufen: "Nicht die Gewalt erlöst, sondern die Liebe. Sie ist das Zeichen Gottes, der selbst die Liebe ist. Wie oft wünschten wir, dass Gott sich stärker zeigen würde. Dass er dreinschlagen, das Böse ausrotten und eine bessere Welt schaffen würde. Alle Ideologien der Gewalt rechtfertigen sich mit diesen Motiven: Es müsse auf solche Weise zerstört werden, was dem Fortschritt und der Befreiung der Menschheit entgegensteht" (Predigt am 24. April 2005, Hl. Messe zur Amtseinführung von Papst Benedikt XVI.).

Das ist ein Programm, das dem unseren, Pueri Cantores, nahe steht.

Nur die Liebe, die wir mit unserem Leben und Gesang verkünden, erlöst die Welt. Wir singen für das Wohl und den Frieden in der Welt.

 

Zum Schluss seiner Predigt wandte sich Benedikt XVI. an alle jungen Leute der Welt, also auch an uns:

"Habt keine Angst vor Christus !. Er nimmt nichts, und er gibt alles. Wer sich ihm gibt, der erhält alles hundertfach zurück. Ja, aprite, spalancate le porte per Cristo öffnet die Tür, dann findet Ihr das wirkliche Leben" (Predigt am 24. April 2005, Hl. Messe zur Amtseinführung von Papst Benedikt XVI.).

Als Verkünder der Guten Nachricht können wir in unserer Umgebung mehr bewirken als alle anderen. Wir können denjenigen, die neben uns leben - unseren Brüdern und Schwestern - zeigen, wie weit wir die Türen unserer Herzen für Christus geöffnet haben. Durch seine Sakramente - das der Buße und der Eucharistie - will er uns stärken; Er nimmt uns nichts, und er gibt uns noch mehr. Er gibt das wahre Leben.

 

 

Meine Lieben ! Wir werden uns mit dem neuen Hirten der universalen Kirche dieses Jahr in Rom treffen, wo wir im Dezember den 33. Internationalen Kongress der Pueri Cantores singend feiern werden.

Öffnen wir also unsere Gemüter und Herzen für seine Botschaft. Lassen wir uns in unserem Alltag vom Heiligen Geist hinreißen. Verwandeln wir unsere Mitmenschen durch das Gute, das wir ihnen erweisen. Unser Gesang und unser Leben sollen sich zu einer Hymne des Gotteslobes vereinen. Ich bete um die Gaben des Heiligen Geistes für jeden von Euch.

 

ks. Robert Tyrala
Geistlicher Assistent des
Internationalen Verbandes Pueri Cantores