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Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm (1 Joh 4,16).

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Diese Botschaft aus der ersten Enzyklik von Benedikt XVI. wurde zu unserem Hauptgedanken für die Passionszeit 2006.

Jetzt, da wir inmitten dieser heiligen Zeit stehen und in unseren Gebeten und Gedanken über den gekreuzigten Erlöser meditieren, empfinden wir diese Worte umso intensiver. Denn Jesus Christus hat sich aus Liebe zum Menschen für unsere Erlösung dem Tod am Kreuz ausgeliefert. Wir schenkten unseren Glauben der Liebe Gottes.

 

 

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben (...) das ewige Leben haben (Joh 3,16).

 

Die Passionszeit, die wir erleben, ist für uns die Zeit der Reflexion, der Betrachtung unseres Lebens in der Wahrheit.
Es ist die Zeit unserer Wiederkehr auf die geraden Wege Gottes.

Wir legen unsere schlechten Angewohnheiten, Sünden und Schwächen ab, um auf den Wegen Gottes, auf den Wegen der Erlösung zu schreiten, um an die Liebe Gottes zu glauben.

Wir tun die Türen unseres Herzens für Christus weit auf.
Wir wollen auf den Wegen der Heiligkeit schreiten.
Wir greifen nach Gottes Barmherzigkeit.
Wir sind erlöst durch die Kraft des Opfers Christi. Wir vergegenwärtigen uns den Sinn der Lebensopferung Christi am Kreuz für dich und für mich. Gott hat seinen Sohn gegeben, damit wir erlöst worden sind. Wir können uns selbst nicht erlösen. Wir benötigen Gottes Gnade und die Liebe unserer Brüder.

Wenn wir heute am ersten Jahrestag des Hinscheidens unseres lieben Johannes Paul II. zu dem ewigen Vater gedenken, dann sehen wir noch deutlicher, wie er uns die Liebe zu Gott und zu den Menschen lehrte.

Er selbst zeigte uns, wie dies zu tun ist. Er hat uns das Beispiel gegeben, wie man Gottes Liebe im Leben verkünden soll, nicht zuletzt damals - Ihr erinnert euch gewiss daran - als ihn die ganze Welt am 2. April 2005 um 21.37 Uhr bei seinem Übergang in die Ewigkeit begleitete.

 

Johannes Paul II. sagte über uns Pueri Cantores, dass wir die kleinen Boten des Glaubens sind (Rom 1999).

 

Denn dies ist unsere tägliche Aufgabe!
In der Erlösung unserer selbst sollen wir nach Wegen suchen, auch den anderen helfen sich zu retten, und immer wird das der Weg der Liebe sein.



Man soll nach den Wegen zur Erlösung des Menschen suchen. Man soll der Liebe glauben. Nur auf diese Weise ist man ein authentischer Bote des Glaubens.

 

Das Erleben dieser zwei Wochen des Gebets und des Fastens, die bis zum Osterfest noch vor uns liegen, soll uns dazu bewegen, im Glauben zu leben und das Zeugnis der Liebe abzulegen. Es soll uns anregen, uns zu Gott und seiner Liebe zu bekehren.

In den Proben unserer Chöre, in unseren Familien, bei uns zu Hause, in unseren Schulen und überall dort, wo wir gerade sind, vergessen wir nicht, dass wir kleine Boten des Glaubens sind.

 

Darüber sprach auch Papst Benedikt XVI. am 30. Dezember 2005 in der Aula Paul VI. auf dem Treffen mit uns während des 23. Kongresses der Pueri Cantores in Rom:


 

Deshalb danke ich euch, liebe Jugendliche, denn ich weiß, dass neben der Freude am Singen euer Engagement auch Anstrengung und Verzicht mit sich bringt.

 

Die Liebe ist anspruchsvoll, aber Gott ist diese Liebe und wir bestätigen mit unserem Leben, dass wir an Ihn glauben.


Ich habe an Euch alle gedacht, im Gebet am Grab unseres grossen Freundes und Hirten, Diener Gottes Johannes Paul II., als mir die Gelegenheit gegeben wurde, am 25. März 2006 gemeinsam mit dem Gastgeber unseres internationalen Kongresses in Krakau, Kardinal Stanislaw Dziwisz, am Konsitoriums im Vatikan teilzunehmen.

Gott möge Euch alle segnen, Pueri Cantores!
Heute schon wünsche ich Euch ein gesegnetes Fest der Auferstehung unseres Herrn.

 

Dr. Robert Tyrala
Geistlicher Assistent
des Internationalen Verbandes der Pueri Cantores

Krakau - Rom, 2. April 2006