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Świat potrzebuje waszego śpiewu, aby język piękna dotarł do serc i wpłynął na spotkanie z Bogiem.
Jan Paweł II, Rzym 1999

Congress Granada 2012

Letters

from Robert Tyrała

Die heilige Taufe ist eine Gabe und eine Aufgabe!

2009-01-11

4. Brief vor dem Internationalen Kongress Pueri Cantores in Stockholm
Die heilige Taufe ist eine Gabe und eine Aufgabe!
Das Fest der Taufe des Herrn im Jordan, Krakau, 11. Januar 2009

Liebe Pueri Cantores,
als mir am 9. Januar dieses Jahres gegeben war, das Weihnachtsoratorium von J. S. Bach, gespielt von den Krakauer Philharmonikern, zu hören, sprachen mich etwas intensiver die Choralworte aus dem letzten Teil dieses herrlichen Werkes (das ihr alle gewiss gut kennt) an: Ich steh an deiner Krippen hier, o Jesulein, mein Leben; Ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben. Nimm hin! es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm alles hin, und lass dirs wohlgefallen! Dabei kam es mir in den Sinn, dass dieses Gebet, wenn es am Festtag der Taufe des Herrn gesprochen wird, ganz speziell klingt. Jene historische Tatsache, die wir zum wiederholten Mal erleben können – nämlich die Taufe Jesu im Fluss Jordan – erinnert uns an unsere Taufe und an die Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche. Wir werden erinnert daran, wie wir von unseren Eltern zu dieser Quelle des Lebens gebracht wurden, womöglich aber sind wir auch selbstständig gekommen. Ans Wasser, das wieder belebt, indem es reinigt und viele Gnaden gibt, allen voran aber indem es die Erlösung eröffnet. Wer da glaubt und getauft wird, wird errettet werden. (Mk 16,16). Und gerade an diesem Tag schenken wir unserem Erlöser: unseren Geist, unseren Verstand, unser Herz, unsere Seele und Stärke. Die Taufe ist somit eine Gabe, aber sie ist ebenfalls unsere besondere Aufgabe. Wir erhalten von Gott Gaben, aber wir opfern auch unsere Gaben. Was ist die Taufe? Welche sind die Verpflichtungen, die sich daraus ergeben? Was bedeutet sie für mich heute, der ich heute in der Gemeinschaft Pueri Cantores bin? Durch die Aufnahme dieses Sakraments wurden wir Kinder Gottes. Wir sind von Gott auserwählt worden. Von dem Augenblick der Taufe an veränderte sich die Sichtweise unseres Lebens völlig. Wir wurden zu den Erwählten Gottes für immer, für ewig. Und dies ist die fröhlichste Nachricht, die wir bekommen haben. Als Kinder Gottes sind wir nicht mehr in der Gefangenschaft der Erbsünde und des Bösen. Wir wurden in die Familie der Kirche aufgenommen, in die Familie Gottes und wir wurden zu den vollrechtlichen Bewohnern des Hauses Gottes. Wir wurden zu den Hausgenossen Gottes. Die Taufe ist ein großes Sakrament, das durch das Übergießen mit Wasser und das Aussprechen von Worten eine unsichtbare Realität äußert. Diese Realität, die wir alle so dringend brauchen. Wir sind durch Gottes Kindschaft geprägt. Und dies ist das einzige Sakrament, das für die Erlösung nötig ist. Der Sonntag der Taufe des Herrn erinnert uns an unsere Taufe und bewegt uns, über sie und deren Konsequenzen sowie Verpflichtungen, die daraus resultieren, nachzudenken. Wenn ich getauft bin, habe ich wie ein Kind des Lichtes zu leben. Frei von der Sünde, mich aus ihr erhebend, Gottes Reich in mir und in den Brüdern und Schwestern aufbauend,. Im Milieu, in dem ich gerade bin, lebe und arbeite, soll ich ein Zeuge der Taufe im Namen Jesu sein. Im ständigen Ringen um das Gute im Menschen darf ich nicht aufhören. Selbst wenn es rund um mich herum viel Böses gibt, soll ich in mir und in den andern Hoffnung wecken. Die Taufe, die ein Sakrament der reinigenden Gnade ist, ein Sakrament der Annahme an Sohnes Statt, ein Sakrament der Wiederbelebung und des Leben, ein Sakrament der Heilung und der Erhebung aus dem Nichts. Christ, du bist getauft worden! Du bist Gottes Kind geworden! Lebe in diesem Licht, das in dir durch Jesus aufgegangen ist! Wir, junge Pueri Cantores, sind berufen zum Leben im Licht. Die Taufe gibt uns die Richtung des Lebens vor. Wir haben voller Gnade Gottes zu leben und auch den anderen dabei zu helfen. Wir dürfen auf diese Aufgabe nicht verzichten. Durch die Taufe wurden wir zu Verkündern der Guten Nachricht. Wenn man eine Gabe von Gott bekommen hat, darf man diese nicht nur für sich alleine behalten, man muss sie unbedingt mit der ganzen christlichen Familie teilen, aber auch mit jenen, die Gott noch nicht kennen gelernt haben. Eine jede und ein jeder von euch ist von Jesus gesandt, um durch das Zeugnis des Lebens den andern zu sagen, dass seine Lehre und seine Taten einen tiefgründigen Sinn für das Leben einer jeden und eines jeden von uns haben. Das hat Sinn für alle Menschen in aller Welt. Die Taufe verbindet alle Christen: Orthodoxe, Protestanten sowie Katholiken. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe. Ein Gott und Vater aller (Eph 4,4-6). Das ist die Grundlage unserer Einheit. Das ist der Anfang der Suche nach dem Sinn der Vereinigung und des ökumenischen Dialogs. Eben aus der Taufe ergibt sich die Möglichkeit und Notwendigkeit des Dialogs und des gemeinsamen Willen, die wahre Einheit zu finden, unter dem gegenseitigen Respekt und Akzeptanz. Denn das gültig gespendete Sakrament macht alle Getauften, gleich welcher Konfession sie angehören, zu Brüdern und Schwestern im Herrn… Die Taufe ist auch ein wichtiger Anknüpfungspunkt für die Ökumene… die Taufe soll zu einem vollen Glaubensbekenntnis führen, zur gänzlichen Einverleibung in die Institution der Erlösung, schließlich zur vollen Einpflanzung in die eucharistische Gemeinde (Johannes Paul II., Generalaudienz, 15. April 1998). Deswegen werden wir alle während unseres Kongresses in Stockholm um die Einheit in der Kirche beten. Wir werden beten so schön wir können – mit der Musik, die aus unseren Herzen fließt. Wir werden beten, indem wir singen werden, denn wer singt, betet zweimal (hl. Augustin). Schon heute bitte ich euch, dass wir dieses Gebet, Werkzeuge des Friedens und der Einheit zu werden, nicht vergessen. Sprechen wir es oft. Die Chorsänger, die nach Stockholm fahren, sollten dieses Gebet von hl. Franz von Assisi womöglich vor jeder Probe sprechen. Ich auch spreche es oft und verbinde mich mit euch geistig: Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens und der Einheit.

Dr. Robert Tyrała
Geistlicher Assistent der Internationalen Föderation Pueri Cantores

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