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Voi siete nella Chiesa ciò che l’Alleluia è nella liturgia: una letizia sempre nuova.
Paolo VI, Roma 1964

Congress Granada 2012

Letters

from Robert Tyrała

Die Bekehrung – die Öffnung für das Wort Gottes, der zu uns und durch uns sprach

2009-02-25

5. Brief vor dem 35. Internationalen Kongress Pueri Cantores in Stockholm
Die Bekehrung – die Öffnung für das Wort Gottes, der zu uns und durch uns sprach
Krakau, der Aschermittwoch, 25. Februar 2009

In der Liturgie des Wortes vom Aschermittwoch, mit dem die große Zeit des Gebets, des Fastens und der Büße einsetzt hören wir die Aufforderung des Propheten Joël: Kehrt um zu mir von ganzem Herzen, mit Fasten, Weinen und Klagen, Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, und kehrt um zum Herrn, eurem Gott! (Joe 2,12) und im Responsorium singen wir: Erbarme dich unser, o Herr, denn wir haben gesündigt (Refrain, Psalm 51). Der Schutzpatron des ganzen Jubiläumsjahres, hl. Paulus, mahnt uns in seinem Brief an Korinther, dass wir uns mit Gott versöhnen lassen in dieser Zeit des besonderen Gebets und der Besinnung (2 Kor 5, 20-6,3). Der Evangelist Matthäus erinnert uns daran, dass wir fromme Taten nicht vor Menschen ausrichten, damit sie diese merken (Mt 6,1-6. 16-18), denn das Wichtigste ist im Grunde das, was der Vater im Himmel sieht, und das ist verborgen. Durchdringt uns dieses Wort nicht? Unsere Gedanken? Dringt es nicht tief in unser Herz hinein? Wirkt es heute etwa nicht stärker denn in andersen Situationen unseres Lebens? Liebe Pueri Cantores, Jesus gibt uns wichtige Hinweise für unser Leben. Geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu, dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist, denn das Gebet ist unsere persönliche und sehr intime Gelegenheit. Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht… Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater (Mt 6). Und der Vater im Himmel, der auf das Herz schaut und im Verborgenen sieht, wird einer jeden und einem jeden von uns diese Mühe des Glaubens vergelten. Dies ist ein Beispiel, wie wir zu leben, zu beten und zu handeln haben. Das Wichtigste soll in unserem Herzen gegenwärtig sein. Nie und nimmer anders! Manchmal, wenn wir während der liturgischen Zelebrationen singen, können wir in Selbstanbetung verfallen, in Entzückung darüber, war wir machen, wie schön wir singen – und das, wo wir ja Werkzeuge in der Hand Gottes sein sollen. Und das Wichtigste erfolgt in unseren Herzen, wo der verborgene Gott in uns und durch uns wirkt. Es ist gut, dass der Aschermittwoch uns gerade daran erinnert, dass wir uns in unserem Denken und Handeln zu Gott bekehren sollen, der im Verborgenen sieht. Es ist gut, dass diese Zeit ebenfalls eine Zeit der Vorbereitung für das Wirken Gottes in uns ist – auch durch unser ökumenisches Gebet in Stockholm. Die Fastenzeit, die gerade beginnt, ist eine Zeit des Horchen auf das Wort Gottes, das uns durchdringt. In diesem Wort ist Er selbst – unser Gott - ganz seriös gegenwärtig. Habt ihr zuweilen so einen Eindruck gehabt, dass Gott besonders durch sein Wort spricht, wenn wir in der Liturgie singen – womöglich stärker als dann, wenn wir alleine die Heilige Schrift lesen? Vielleicht wurden wir einmal von ihm betroffen? Vielleicht wurden wir in die Knie gezwungen? Und vielleicht auch gelangte es in einer besonderen Situation einer jeden und eines jeden von uns mitten in das Herz, wodurch viele Gelegenheiten und Probleme gelöst wurden? Das ist eine authentische Kraft des Wortes Gottes! Sie durchdringt und verwandelt uns, führt uns zur Bekehrung und übt einen deutlichen Einfluss auf unser Leben aus. Von diesem Wort Gottes, das wir am Sonntag während der Versammlung der Gläubigen in der Kirche gehört haben – manchmal von einem kurzen Satz nur – leben wir eine ganze Woche und manchmal länger noch. Das ist ein wahres Wirken der Gnade Gottes. Das ist ein Wirken des Wortes Gottes in uns. Öffnen wir somit unsere Herzen und Gedanken und lassen wir uns von diesem Wort umfassen. Scheuen wir das Wirken Gottes in uns nicht! Öffnen wir uns für das Hören und Lesen der Heiligen Schrift, denn dort befinden sich Wahrheiten, die unseren Alltag betreffen. Wenn wir unseren Glauben stark machen werden, wenn Gott durch uns wird wirken können, wenn wir uns für die Gnade des Wortes Gottes öffnen werden, dann werden wir einmalige Sachen erleben. Er selbst wird bewirken, dass wir Menschen begegnen, die uns brauchen, dass wir mehr Liebe und Verständnis erweisen werden, dass wir Frieden dort bringen werden, wo Hass herrscht, und Freude, wo sie fehlt. Durch unsere Musik werden wir jene Menschen erreichen, die Gott bekehren will durch die Kraft des Wortes. Wir werden Gottes Boten für diejenigen sein, die nah und fern sind! Dann werden wir für unsere Brüder im Glauben, obwohl sie anderen christlichen Konfessionen angehören, Werkzeuge in Gottes Hand. Wir werden in der Tat Werkzeuge des Friedens Gottes. Herr, mache die ganze Familie Pueri Cantores zu Werkzeugen deines Friedens… Öffne uns für das Wirken deiner Gnade, bekehre uns zu dir und durchdringe uns jeden Tag mit deinem Wort.

Dr. Robert Tyrała
Geistlicher Assistent der Internationalen Föderation Pueri Cantores

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