Friedensgebet ist das ökumenische Gebet der Kirche
Mysterium „Perlen des Lebens“
7. Brief vor dem 35. Internationalen Kongresses Pueri Cantores in Stockholm,
Pfingsten, 31. Mai 2009
Die besondere Zeit und der besondere Augenblick, der während des Kongresses unserer Föderation in Stockholm stattfinden wird, den wir das Friedensgebet nennen, hat so viel gemein mit dem heutigen Tag im Leben der Kirche, mit dem Tag der Entsendung des Heiligen Geistes. Zu Pfingsten kommt das Gebet um die Einheit, den Frieden, die Verständigung und die Eintracht zu den Wurzeln und zum Sinn der Ausgießung des Heiligen Geistes zurück. Im Jahre 1979 sagte Johannes Paul II. während seiner ersten Pilgerfahrt in seine Heimat in Warschau: Sende aus deinen Geist! Sende aus deinen Geist! Und erneuere das Angesicht der Erde! Dieser Erde! Und was ist dann passiert? Die kommunistische Diktatur ist gefallen, die Situation einer jeden und eines jeden von uns hat sich von Grund auf verändert, die Grenzen wurden geöffnet, die Menschen fingen an sich frei zu fühlen. Heiliger Geist ist tatsächlich gekommen und hat das Angesicht unserer Erde erneuert. Johannes Paul II., ein großer Prophet, der selber für das Wirken des Heiligen Geistes offen war, wurde zum Werkzeug des Friedens und der Einheit. Wir beten: Sende aus deinen Geist, sende aus deinen Geist, und erneuere das Angesicht der Erde der Kirche, der Erde der Einheit von Christen, der Erde von Pueri Cantores, der Erde unserer Herzen und Gemüter. Wir sind wie im Abendmahlsaal und erwarten den Geist, den Tröster, und den Geist der Einheit. Durch „Perlen des Lebens“ sprechen wir das Gebet, das von Bischof Martin Lönnebo verfasst wurde, um uns den Mut, die Freude, Enthaltsamkeit und das Leben in der Gottesnähe praktizieren zu helfen. Gießt Gott seinen Geist nicht deswegen auf uns aus? Um uns Kraft und Mut zu geben, durch unser Leben die Gute Nachricht zu verkünden, um unsere Herzen mit der Freude zu erfüllen, die von Ihm kommt, damit wir in der Gottesnähe leben, gleichsam in Gott, damit wir in Ihm versinken, um durch Ihn und mit Ihm christlich zu handeln und zu leben. Heiliger Geist befähigt unsere Herzen zum Gebet, Geist Gottes kommt uns zu Hilfe. Wir sind schwache Menschen und unfähig, unsere Bitten in der rechten Weise vor Gott zu bringen. Deshalb tritt sein Geist für uns ein mit einem Stöhnen, das sich nicht in Worte fassen lässt (Röm 8, 26). Er befähigt uns zum Zeugnisablegen und jeder von uns ist gesandt: Alle wurden vom Geist Gottes erfüllt und begannen in anderen Sprachen zu reden, jeder und jede, wie es ihnen der Geist Gottes eingab (Apg 2, 4). So wie die Apostel hören wir folgende Worte: Geht in die ganze Welt und verkündet die Gute Nachricht allen Menschen! (Mk 16, 15). Wir, Pueri Cantores, sind Boten des Heiligen Geistes, denn durch die Musik wir die Gute Nachricht. Heiliger Geist erfüllt uns mit der Kraft von oben, dank deren verkünden wir heute die Gute Nachricht von Jesus, der auferstanden ist, in allen Sprachen der Welt verkünden! Aber uns ist das Wort selbst zu wenig, wir bedienen uns der Musik, um zu evangelisieren. Die Musik, die wir singen, wird zum Werkzeug des Heiligen Geistes, Er bedient sich unser. Die Musik dient darüber hinaus dem ökumenischen Dialog, sie ist der Weg zur Einheit der Christen. Jetzt ist die Zeit unserer Mission in der Kirche, wir dürfen uns davor nicht drücken! Das ist der Sinn der Ausgießung des Geistes auf die Erde unserer Herzen! Deswegen beten wir heute eifrig: Sende aus deinen Geist, sende aus deinen Geist, und erneuere das Angesicht der Erde der Kirche, der Erde der Einheit von Christen, der Erde von Pueri Cantores, der Erde unserer Herzen und Gemüter.
Dr. Robert Tyrała
Geistlicher Assistent der Internationalen Föderation Pueri Cantores