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Gesù vi chiama a cantare a cantare per Lui Si direbbe che Gesù ha bisogno delle vostre voci e che le gradisce moltissimo
Papa Paolo VI, 1967

Congress Granada 2012

Letters

from Robert Tyrała

Das Licht Jesu bleibe in uns für immer

2009-07-11

Das Licht Jesu bleibe in uns für immer
35. Internationaler Kongress Pueri Cantores in Stockholm
Das Fest des hl. Benedikt, des Patrons Europas, 11. Juli 2009

Unsere christliche Berufung besteht darin, in jeder Situation das Licht Jesu in uns zu tragen. Es leuchtet in uns von unserer Empfängnis an bis zu unserem Tode. Vom Augenblick der Taufe an – wenn wir mit heiligem Öl gesalbt werden, was davon zeugt, dass wir von Gott erwählt wurden. Das ist das Bild Gottes in unseren Herzen. Ein unauslöschliches Merkmal der Zugehörigkeit zu Gott und der Berufung zum Heil. Dieses Licht durchleuchtet die Finsternis unseres Alltags. Dieses Licht gibt die Hoffnung und die Kraft. Durch dieses Göttliche Bild, das wir in uns tragen, können die neben uns gehenden, stehenden und uns hörenden Menschen Jesus selbst besser sehen. Wir sind seine Kinder und sein Gotteshaus. Er wohnt in uns in der Tat. Deswegen strahlen wir sein Licht. Dem hl. Benedikt, dem Schutzpatron und Erzieher Europas und dem Patron des heutigen Tages, werden folgende Worte zugeschrieben: ora et labora (bete und arbeite). Diese Sentenz spricht gerade heute jene Berufung in unserem Leben an: Wir haben in uns das Licht Jesu, und unser Alltag soll von Gebet und Arbeit durchsetzt sein. Diese Worte seien unser besonderer Wegweiser. Benedikt war ein großer Verteidiger der europäischen Kultur, und wir leben gerade von dieser Kultur. Deswegen sei der hl. Benedikt unser besonderer Patron. Ich bitte Euch, euch eine Erzählung anzuhören, die für mich von großer Bedeutung und die Erinnerung an „gutes Gedächtnis“ ist. Womöglich wird sie für euch ein kleiner Wegweiser für die Zukunft sein. Ein Professor wandte sich am Ende seiner Vorlesung an die Studenten mit der Frage: Meine Damen und Herren, ist alles klar, gibt es vielleicht Fragen? Alle schwiegen, mit den Köpfen nickend, dass sie alles verstanden hatten. Auf einmal fragte jedoch einer der Studenten: Herr Professor, was ist für Sie der Lebenssinn? Der Professor überlegte eine Weile, um dann aus seiner Hosentasche eine Brieftasche herauszuholen, aus diesem dagegen ein kleines Spiegelchen, das er immer bei sich hatte. Dann begann er, die Frage zu beantworten: Als kleines Kind bekam ich - während des Krieges - von meiner Mutter ein Stück Spiegelchen. Ich freute mich darüber sehr. Ich pflegte in Schlupfwinkel zu treten und mit Hilfe dieses Spiegelchen dorthin das Sonnenlicht eindringen zu lassen. Besonders dorthin, wo die Sonne nie hingelangen konnte. Als ich groß wurde, wurde mir bewusst, dass dieses Spiegelchen noch eine andere Bedeutung für mich hat. Nun, ich bin ebenfalls ein Stück des Göttlichen Spiegels. Und gerade dank mir kann das Licht des Evangeliums Christi in die Schlupfwinkel des menschlichen Herzens eindringen. Ich kann Seine Macht und Wärme dorthin tragen, wo ich bin, durch das, was ich mache, wo ich arbeite. Durch meine Liebe zu dem anderen Menschen und durch mein Erbarmen den Armen gegenüber. Darin sehe ich den Lebenssinn. Das kleine Spiegelchen habe ich immer dabei, damit es mich daran erinnert. Wenn wir das Licht Christi dorthin tragen, wo es fehlt, so tragen wir durch den Glauben, der immer mehr entfaltet wird, durch die Hoffnung, die dem Zweifel begegnet, durch die Liebe zu Gott und zu jedem Menschen jene Werte, die Er uns verkündigte. Allen: denjenigen, die nah sind und weit weg. Denjenigen, die wir lieben und denjenigen, die wir nicht immer zu schätzen wissen. Unsere Berufung ist es, das Antlitz Gottes in uns zu entdecken. Wir alle – liebe Pueri Cantores, liebe Dirigenten, Chorsänger und unsere Familien - haben das Licht Christi in uns zu tragen. Durch unseren schönen und wohl präparierten Gesang in der Liturgie, in Konzerten und Proben, durch unsere tägliche Liebe, durch kleine Schritte im Alltag tragen wir das Licht Christi in uns. Hören wir damit nie auf. Singen wir immer zur Ehre Gottes und zum Wohl der Menschen. Lassen wir Gott in uns und durch uns singen. Herr, wir bitten dich, dass dein Licht in uns für immer bleibe!

Dr. Robert Tyrała
Geistlicher Assistent der Internationalen Föderation Pueri Cantores

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