You thus have an important role to play in the Church's life You are the little messengers of beauty
Liebe Pueri Cantores,
Liebe Eltern, Liebe Dirigenten,
mit Riesenschritten geht es auf den 36. Internationalen Kongress zu, der vom 28. Dezember 2010 bis zum 1. Januar 2011 in Rom stattfindet. Das Thema ‘Deus caritas est’ nimmt auf einen Brief von Papst Benedikt XVI. Bezug. So möchte ich mit euch die Gedanken des Papstes über unsere Art, Gott zu sehen, einmal anschauen. Diese Begegnung ist für uns ganz wichtig, denn sie bereichert unsere internationale Gemeinschaft mit Werten, die für die Pueri Cantores schon immer galten. Schauen wir doch einmal einige davon an.
Ein Chortreffen in userem Verband – vor allem ein internationales – ist immer eine hervorragende Gelegenheit, anderen Menschen zu begegnen, die dieselben Ideale haben wie wir. So lernen wir immer besser, wie unter Menschen eine Gemeinschaft aufgebaut werden kann und lernen auch den geistigen Reichtum der anderen kennen, obwohl sie ganz anders sind. Bisher haben sich etwa 4500 Teilnehmer für das diesjährige Chortreffen in Rom angemeldet. Sei kommen aus 18 Ländern. Wir wissen auch, dass diese Leute mit uns eine grosse Leidenschaft zum Singen verbindet, eine Liebe zu Christus und derselbe christliche Glaube. Oft kommen sie aus anderen Kulturen, sprechen andere Sprachen, und oft haben sie auch ganz andere Erfahrungen des Christentums. Und dennoch wollen wir aus dieser Vielfalt miteinander eine Gemeinschaft aufbauen, weil der, der uns vereint, der Geist Christi ist, der heilige Geist. Das ist ein wahrer Reichtum.
Ein anderer innerer Wert unseres Treffens in Rom ist die Begegnung mit dem heiligen Petrus. In der Tradition der Puer Cantores sind die in Rom stattfindenden Kongresse auch in diesem Punkt wichtig. Mgr. Maillet, der Gründer der Pueri Cantores, hat uns schon darauf hingewiesen: Mitten in den Wirren von Krieg und Ungerechtigkeit, die sich über die ganze Welt auszubreiten schienen, wendet er sich vertrauensvoll an Christus. Um diesen Glauben zu bestärken, wendet er sich an den hl. Petrus, dem Christus selbst die Aufgabe übertragen hat: Stärke deine Brüder (cf. Lk 22,32). Tatsächlich kamen die Christen im Lauf der Jahrhunderte immer wieder nach Rom, um ihren Glauben zu vertiefen, um am Grab des hl. Petrus zu beten und um auf die Worte seines Nachfolgers, des Papstes, zu hören. Wenn wir also die Vorgaben von Mgr Maillet und die lange Tradition der Christen weiterführen, werden auch wir in Rom das neue Licht für unseren Glauben suchen. In diesem Sinne werden auch wir die Gelegenheit haben, am Petrusgrab zu beten und seinem Nachfolger, Papst Benedikt XVI., zuzuhören. Während unseres Trffens in Rom darf auch eine Begegnung mit dem Papst nicht fehlen. Und wir wollen ihn nicht einfach wie eine der vielen anderen Sehenswürdigkeit behandeln! Für uns Glaubende und Katholiken ist die Stimme des Hl. Vaters die Stimme des Hirten, der uns im Namen Christi in der einen Gemeinschaft der Kirche vereint. Seine Stimme ist das konkrete Zeichen der Gegenwart des Meisters Christus mitten unter uns. Wir beginnen schon dann auf seine Lehre zu hören, wenn wir seine Gedanken über Gott, der die Liebe ist, aufnehmen.
Einer der ganz wichtigen Punkte während unserer Kongresse, und man kann sogar sagen, ein Zweck unseres Verbandes, ist unser Beitrag zum Frieden stiften – auf der ganzen Welt. Wir haben eine ganz clevere Methode dafür: Wir versuchen zuerst, den wahren Frieden Christi zu erlangen und tragen ihn dann in unseren Herzen zu unseren Brüdern und Schwestern. Wir versuchen ihn zu erlangen während unseren Gottesdiensten, die wir mit unserem Gesang gestalten und geben ihn wie eine starke und überzeugende Erfahrung weiter an die anderen. Liebe Pueri Cantores! Euer Gesang unterscheidet sich von dem, der in den Konzertsälen erklingt! Euer Gesang vermittelt den Zuhörern nicht nur eine ästhetische Erfahrung, etwas Schönes, sondern lässt sie den Frieden Gottes spüren. Euer Gesang wird so zu einer wahrhaft prophetischen Botschaft. Unser Gebet für den Frieden, im Glauben gelebt, hinterlässt nicht nur in uns selbst Spuren, sondern lässt auch alle Möglichekeiten des Guten wachsen und wir hoffen, dass es hilft, die Spannungen und die Zwietracht unter den Menschen zu überwinden. Dieses Jahr ist das Gebet um den Frieden eingebettet in die Anbetung des Hl. Altarssakramentes. So wollten wir unterstreichen, dass der wahre Friede im Herzen des Menschen entsteht, wenn er in persönlichen Kontakt mit dem Erlöser Christus tritt. Bei Christus sein heisst unsere Herzen mit seinem Reichtum füllen. So können wir beim Verlassen der Kirche beginnen, in unserer Umgebung und in der ganzen Welt am Frieden zu bauen.
Noch eine andere Perle erwartet uns während des Kongresses in Rom 2010/11: Wir werden die Gelegenheit haben, unsere Bindung an unseren Patron, den Hl Dominik Savio, neu zu erleben. Seit den Anfängen des Vebandes der Pueri Cantores begleitete dieser junge Heilige die jugendlichen Sänger. Diesmal wollen wir den Hl, Dominikus Savio in unserem Verband noch stärker erleben: mit seinen Reliquien. Die Reliquien, also ein kleiner Teil eines Knochens, wird uns durch die Salesianer-Patres überlassen. Die Übergabe wird offiziell während der Eröffnungsfeier stattfinden. Kardinal Tarcisio Bertone, der Staatssekretär des Vatikans, selber ein Salesianer, wird der Feier vorstehen. Was heisst das, eine Reliquie erhalten? Eine Reliquie hilft uns, die Gegenwart des Heiligen zu erfahren. Gemeinsam mit ihm haben wir mehr Mut, auf dem Weg der Ideale vorwärts zu gehen, die er selber hatte.
Liebe Pueri Cantores! Wir alle waren eingeladen, an diesem Kongress teilzunehmen. Wir sind uns bewusst, dass nicht alle dabei sein können – aus welchen Gründen auch immer. Ganz sicher kommen alle, die sich angemeldet haben. An der Vorbereitung jedoch, und an den Früchten des Chortreffens, da sollen alle teilhaben. Auch wenn ihr nicht nach Rom kommen könnt, so sind wir alle geistig miteinander verbunden. Mittels eines eigens dafür eingerichteten Mitteilungsblattes werden wir euch auf dem Laufenden halten. Wir werden an den wichtigsten Momenten des Chortreffens an alle Mitglieder des internationaln Verbandes denken. Denken wir daran – der Kongress ist ein Schatz, aus welchem wir die kostbaren Perlen für unser Glaubensleben nehmen können!
P. Stanislaw Mieszczak SCJ
Geistlicher Assistent FIPC